Neues vom Inder
Nach langer Enthaltsamkeit vom Bloggen nun mal wieder ein paar Zeilen.
Nachdem das Projekt super lief konnte es ja nicht dauernd so weitergehen… Tat es leider auch nicht. Wie herauskam sind die alten Chefs vom Ashram auch die Chefs von der Schule in der Paul und Ich unterrichten. Nachdem Akil und Ich mit dem Headmaster der Schule quasi ein neues Projekt gegründet haben um weiterhin die Kids vom Ashram zu unterrichten aber Ihre korrupten Bosse loszusein. Dem ist nun leider nicht so und Sie erlauben nicht, dass Paul mit mir zusammen unterrichtet. Sie wollen nur noch dass Ich meinen Zivi Ende Dezember beende und danach keine Zivis mehr bei sich in der Schule haben.
Nun sind wir grad mit der indischen Organisation am tüfteln wie wir weitermachen. Zur Zeit unterrichte ich also erstmal alleine in der Sarguru School weiter und Paul macht den Unterricht in der Hindu Vidyala School wo wir auch ein paar Stunden haben.
Im September als die Kids ihre Examen geschrieben haben waren wir dann auch mal wieder Reisen und zwar in Kerala und Goa. In Kerala waren wir insgesamt zu elft, was eine sehr interessante Art ist zu reisen. Manchmal anstrengend, da das mit der Organisation nicht immer so einfach ist, aber im Nachhinein doch sehr unterhaltsam.
Zuerst gings nach Fort Cochin was eine kleine Stadt auf einer ebenso kleinen Insel ist die sehr an Städte in Holland und Portugal erinnert und für Indien unfassbar ruhig war. Highlight dort waren chinesische Fischernetze, die traditionelle Art dort zu fischen, geklaut von den Chinesen.

Dann gings mit kurzem Zwischenstop in Allepey um ein Hausboot zu buchen runter nach Varkala wo es eine der schönsten Felsen Strandformationen gibt die mit so einfallen. Der touristische Teil des Ortes ist direkt am Felsen aufgebaut, so dass man fast aus jedem Restaurant oder Hotel einen brillianten Meerblick hat. Sehr schöne Tage dort verbracht…


In Allepey haben wir dann auch auf einem phänomenalem Hausboot eine Tour durch die Backwaters gemacht. Das Boot hieß Royal Palace und sah es darauf auch ungefähr aus
War eine super entspannte Reise die jeder den es mal nach Kerala verschlägt mal gemacht haben sollte.





Per 20 stündiger Zugfahrt ging es von Kerala aus hoch nach Goa. Zugreisen in der Sleeper Class sind unschlagbar billig und doch recht angenehm zu meistern, da man eine komplette Liege für sich hat auf der es sich ganz passabel schlafen lässt. Nochmal zum Preisvergleich, 20 Stunden Zugfahrt in Indien kosten einen etwa 5 Euro

In Goa ging es dann an die alte Wirkungsstätte zurück nämlich nach Baga, wo es ein super Wochenende gab.

Dann gings nach Anjuna wo alles ziemlich verlassen war, aber wir hatten eine super Strandbar ausgemacht und in der ließ es sich auch trotz Regen prima aushalten.
Schlussendlich gings einmal vom hohen Norden Goas runter nach Palolem zu einem mehr als idyllischen Strand. Zumindest soll er das bei Sonnenschein sein. Wir hatten nämlich etwas Pech mit dem Wetter in Anjuna und Palolem. So mussten Paul und Ich aus unserem Hotel raus, da es soviel geregnet hatte das einem das Wasser auf der Straße teilweise bis zu den Knien stand und der Hotelbesitzer meinte, es wäre sicherer wenn wir uns ein neues Hotel suchen, da seins (es waren einzelen Bambushütten) einstürzen könnte. Hat man auch nicht alle Tage

Zurück nach Coonoor gings wieder mit der liebgewonnenen Sleeper Class und nach etwas mehr als 24 Stunden waren wir dann auch wieder im mittlerweile sehr lieb gewonnenen Zuhause in Coonoor angekommen.
Jetzt steht erstmal an Ordnung in die oben geschilderte Situation zu bringen oder um den „Zivi Standort Coonoor“ langfristig zu erhalten ein neues Projekt hier zu suchen.
In zwei Wochen ist dann in Indien auch das größte Festival des Jahres nämlich Diwali das sog. Lichterfest. Von der Bedeutung ist es etwa mit Weihnachten bei uns zu vergleichen. Es wird eine Menge an Feuerwerk gezündet, man beschenkt sich und es werden neue Kleider gekauft und getragen.
Eine Woche später planen wir nach Bangalore zu fahren da es dort alljährlich ein Oktoberfest nach Münchener Vorbild in recht beachtlicher Größe gibt. 2007 war Erwin Huber da und dieses Jahr dann halt wir