Manuels Blog
Mein Zivildienst in Indien

Back in Coonoor

Bin nach meiner Visa bedingten Thailand Reise wieder nach Coonoor zurückgekommen. Zwar schon vor einer Woche aber man kanns ja sicherheitshalber mal erwähnen ;-)

Thailand war klasse, hab ne Menge erlebt und ne echt gute Zeit gehabt. Durch Couchsurfing ist alleine Reisen echt mal ne super Sache. Man lernt überall nette neue Leute kennen die man ohne diese Plattform wohl nie kennengelernt hätte.

Aber erst mal von Anfang:
War Ende Juni zusammen mit Anna, Helen und Akil nach Bangalore zum ICYE Zwischenauswertungsseminar gefahren, bzw. war es für die anderen drei schon Ihr finales Seminar, da sie Ende Juli wieder nach Deutschland zurückkehren.
Das Seminar war zwar spärlich mit Programm ausgestattet, aber wenn man plötzlich 25 neue Gesichter kennenlernt ist man darüber auch erstmal sehr dankbar. Hatten ne Menge Spaß da und haben abschließend mit dem ICYE Staff doch mal legendär das Hotel gerockt. Respekt dafür :-)

Für mich und die anderen Freiwilligen (Anne, Melanie und Jette) die mit mir im Januar nach Indien sind (abgesehen von Ismat der Glück mit seinem Visa hatte) ging es daraufhin ins benachbarte Ausland um per sog. “Visa Run” das indische Visa um weitere sechs Monate zu verlängern. Für die drei Mädels gings nach Nepal, was sich ja an sich zuerst auch vorhatte, für mich dann allerdings doch ins sonnige mit reichlich Strand versehene Thailand.
Nach Flug über Bangkok nach Koh Samui wollte ich dort eigentlich bei einem französoschen Couchsurfer unterkommen, was aber nicht geklappt hat, da der Gute das irgendwie mit dem Datum in seinem Kopf etwas durcheinandergebracht hat. Hab mir stattdessen dann ein Hotel in Chaweng gesucht und ein klasse Zimmer gefunden, aus dem ich am liebsten gar nicht mehr ausgezogen wäre.
Die Zeit auf Samui war eine äußerst ruhig und ich habs bis auf einen Thaibox Abend mit einem deutschen Auswanderer der dort vom Pokern lebt keine großen Sachen gemacht ausser halt Sonne und Strand zu genießen.
Eigentlich wollte ich ja dort wieder etwas aktiver ins Pokergeschäft einsteigen, aber dafür war die Insel einfach zu schön um viel zu pokern. Eine Turniernacht ists dann geworden und die hat auch ausgereicht um die Hotelrechnung zu bezahlen. Wenn doch alles immer so einfach wäre :-)

Am 9.7 gings dann zur in Backpackerkreisen einigermaßen bekannten Fullmoonparty auf Koh Phangan, welches 30 min. per Speedboat von Koh Samui entfernt liegt.
Hatte mich dort mit einem kanadischen Couchsurfer verabredet um gemeinsam Party zu machen. Wie an den Bildern (http://picasaweb.google.de/manuel.ronnefeldt) unschwer zu erkennen ist, war das dort durchaus möglich und ist uns auch ganz gut gelungen ;-)
Am nächsten Morgen gings mit sensationellen 2 Stunden Schlaf im Gepäck wieder nach Bangkok. Da das von Samui nur eine Stunde Flug ist, kein großes Ding. Dort hatte ich mir für die erste Nacht bei einer Couchsurferin einquartiert, mit deren Bekannten und anderen Couchsurfern es dann übers Wochenende auch zur ein oder anderen Festivität kam.
Bangkok war schon ne klasse Stadt und die 4 Tage da waren um einiges zu kurz um da mal wirklich was von zu sehen.

Am 14.7 gings dann um 21 Uhr zurück nach Indien und nach 27 Stunden gepflegter Bus und Flugreise landete ich dann auch wohlbehalten und in einem Stück wieder in den mittlerweile leider recht verregneten Bergen von Coonoor.

Ansonsten ist es aber toll wieder hier zu sein, da das Projekt arbeitstechnisch jetzt richitg anfängt Spaß zu machen. Akil und ich haben 20 Std. Unterricht die Woche in dem sich die Kids tatsächlich diszipliniert unserem Unterrichtstoff widmen und es richtig Spaß macht Ihnen Englisch beizubringen. Zudem unterrichten wir auch in einer benachbarten Schule, vorerst eine Stunde in der Woche, da diese mitbekommen haben, dass hier zwei Zivis am Werk sind.

Anfang August wenn Akil wieder nach Deutschland zurückkehrt werde ich dann aus dem Ashram ausziehen und zu Ganesh und seiner Familie ziehen. Ganesh hat einen kleinen Laden in Coonoor in dem er Reissäcke verkauft und den ich schon seit meinen ersten Tagen hier kenne und seit kurzer Zeit auch etwas Deutschunterricht gebe.

Da wir unsere korrupten Chefs im Ashram nicht weiter unterstützen wollen mit dem Geld was sie für unseren Unterhalt bekommen, war der Umzug zu Ganesh jetzt das allerbeste was möglich war. Zudem kommt so auch noch ein neuer Freiwilliger nach Coonoor mit dem ich dann hier weiter unterrichten werde.
Bis jetzt weiß ich, dass er Paul heißt, 19 ist und aus Freiburg kommt.

Also alles in allem haben wir jetzt ein sehr gut laufendes und zukunftsträchtiges Projekt, in dem es eine Menge Spaß macht zu arbeiten :-) Hätt ich mir so zwischenzeitlich bei all den Scherereien mit den Ashramleuten und dem nicht existierenden Unterricht, auch nicht mehr vorgestellt, aber es kommt dann hier doch immer anders als man denkt.

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